Mutmachende Dekanatsversammlung

Einen außergewöhnlichen und innovativen Höhepunkt erlebte die konstituierende Dekanatsversammlung des Dekanats Schwandorf in Fronberg: Unter dem Titel „Dou di niat o! – Heiter-nachdenkliche Songs und Texte zu schwierigen Lebenslagen“ gestalteten Hubert Treml und Franz Schuier gemeinsam mit dem Theologen Pfarrer Dr. Christoph Seidl einen besonderen Impuls aus Musik, Wort und Glaubensreflexion.

Das Format erwies sich als bewusst anders als klassische Vorträge oder Tagungseinheiten: Mit heiteren, nachdenklichen und zugleich tiefgründigen Beiträgen wurde ein Raum eröffnet, in dem Sorgen, Unsicherheiten und Herausforderungen des Lebens ehrlich zur Sprache kommen konnten. Gerade angesichts persönlicher Belastungen, weltpolitischer Krisen und tiefgreifender Umbrüche in Kirche und Gesellschaft traf der Abend einen Nerv der Zeit.

Die beiden Künstler und der Theologe machten deutlich, dass das oberpfälzische „Dou di niat o!“ weit mehr ist als eine Vertröstung im Sinne eines „Wird schon wieder“. Vielmehr steht es für echten Trost, solidarischen Beistand und eine ermutigende Haltung gegenüber den Zumutungen des Lebens. Diese Mischung aus Musik, Humor und theologischer Tiefe erwies sich als besonders eindrücklich.

Für die rund 60 engagierten ehrenamtlichen Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte war dieser Auftakt nicht nur eine inhaltliche Bereicherung, sondern auch eine spürbare Motivation für ihre weitere Arbeit im Dekanat. Die ungewöhnliche Form der Verkündigung und Reflexion wurde mit großer Offenheit aufgenommen und bereitete sichtbar Freude sowie neue Zuversicht für das kirchliche Engagement vor Ort.

Zu Beginn der Versammlung sprach Pfarrer Andreas Weiß ein Gebet, das die Sorgen und Hoffnungen der Kirche in der heutigen Zeit vor Gott brachte und die Teilnehmenden geistlich auf die anstehenden Beratungen einstimmte. Zuvor begrüßte Dekan Michael Hirmer die Anwesenden offiziell zur konstituierenden Sitzung der neuen Dekanatsversammlung und stellte die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit im Dekanat heraus.

Bild von links: Markus Heider, Heribert Popp, Georg Niederalt, Michael Hirmer

Ein weiterer zentraler Punkt war die Verabschiedung von Prof. em. Dr. Dr. Heribert Popp, der über Jahrzehnte hinweg das kirchliche Leben im Dekanat maßgeblich geprägt hat. Von 1986 bis 2026 gehörte er dem Pfarrgemeinderat Rappenbügl an und war dort über viele Jahre Vorsitzender beziehungsweise Sprecher. Gleichzeitig war er vier Jahrzehnte Mitglied der Dekanatsgremien.

Seit 2010 leitete er zunächst den Dekanatsrat und später die Dekanatsversammlung als Sprecher und prägte damit die kirchliche Arbeit auf Dekanatsebene nachhaltig. Darüber hinaus war er als Vertreter des Dekanats in diözesanen Gremien ein wichtiges Bindeglied und über viele Jahre hinweg ein geschätzter Berater der Dekane Johann Amann und Michael Hirmer.

Dekan Michael Hirmer würdigte sein außergewöhnliches Engagement und dankte ihm herzlich für seinen langjährigen Dienst. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er ihm eine Herrenhandtasche sowie einen Geschenkgutschein. Die Versammlung schloss sich dem Dank mit großem und langem anhaltendem Applaus an.

Die anschließenden Wahlen leitete Prodekan Christian Kalis. Dabei wurde Markus Haider von der Stadtkirche Burglengenfeld als Sprecher der Dekanatsversammlung in seinem Amt bestätigt. Neu in das Sprecherteam wurde Georg Niederalt von der Pfarrei Herz Jesu Teublitz gewählt. Beide werden das Dekanat künftige im Diözesanpastoralrat vertreten und dort dem Bischof Feedback aus den Pfarrgemeinden geben.

Mit dieser Konstituierung wurden die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte wollen weiterhin die Zusammenarbeit im Dekanat stärken, aktuelle Herausforderungen gemeinsam beraten und das kirchliche Leben vor Ort aktiv mitgestalten.

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