
In den Staub des Todes hat Christus sich gebeugt. Deshalb werden sich die Priester und Ministranten vor dem leeren Altar am Beginn der Karfreitagsliturgie zu Boden. Keine Glocken, keine Orgeln, kein Gesang: nur diese einfache Geste eröffnet die Liturgie zum Leiden und Sterben des Herrn.

Es folgen Lesungen und die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes, die in verteilten Rollen vorgetragen wurde.

In seiner Predigt ging Dekan Michael Hirmer auf die Worte des römischen Statthalters Pontius Pilatus ein, der Jesus fragte: „Was ist Wahrheit?“. Die moderne Welt kenne keine Wahrheit mehr. „Vielleicht zimmere sich jeder Einzelne noch seine Wahrheit zusammen?“, meinte der Burglengenfelder Pfarrer, „Einzige Wahrheit dieser Welt, die jeder anerkenne muss, ist der Tod!“ Doch diese Wahrheit des Todes werde am Karfreitag durch Jesus durchkreuzt. „Das Kreuz mit all seinem Leiden und seinem Tod stellt die Wahrheit der Welt auf den Kopf. Es wird zum Zeichen der Hoffnung und des Lebens!“, so der Dekan weiter. Alle die unter der Wahrheit der Welt leiden, Kranken, Schwache, Ausgegrenzte oder Sterbende dürfen am Kreuz die tiefere Wahrheit des Glaubens erkennen, die sich Leben und Liebe nennt. „Mit dem Kreuz schenkt Jesus uns eine neue größere Wahrheit, die weiter geht als uns diese Welt bieten kann.“

Mit einem dem lateinischen Choral „Ecce lignum crucis“ begann die Enthüllung und Erhöhung des Kreuzes mitten in der Kirche. Vor diesem beugten die liturgischen Dienerinnen und Diener sowie alle Mitfeiernden ihre Knie. Begleitet wurde die Kreuzverehren durch Gesänge der Schola St. Vitus.

Vor der am Kreuz erhöhten Christus betete die ganze Gemeinde und brachte ihre Fürbitten vor Gott.

Um danach durch den Empfang der heiligen Kommunion gestärkt zu werden.

Vor dem Schlussgebet wurde das Heilige Grab enthüllt, das zum Gebet einlädt

Die Liturgie vom Leiden und Sterben Christi endete, wie zu Beginn, in Stille.



































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